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Thema: Dorweiler

Feuerwehr Dorweiler erhält von der Firma Heinrichs ein brandneues Feuerwehrauto

Ein Beispiel für kontinuierliche wirtschaftliche Entwicklung im Hunsrück

Landtagspräsident Mertes und der parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Fraktion Bracht würdigen das Unternehmen ‚Heinrichs‘

Das Unternehmen „Heinrichs“ gibt es bereits seit 50 Jahren in Dorweiler. Ende der fünfziger Jahre hatte das im Ruhrgebiet ansässige Unternehmen zunehmend Schwierigkeiten, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden. Das lag daran, dass das Ruhrgebiet damals mit seinen Zechen und Stahlwerken der industrielle Mittelpunkt der Bundesrepublik Deutschland war. Deshalb traf das Unternehmen die Entscheidung, einen Teil der Fertigung mit besonders personalintensiver Bearbeitung zu verlegen.

Die Wahl fiel auf Dorweiler. Aber warum ausgerechnet dieses kleine Dorweiler, wo die Infrastruktur vor 50 Jahren in der gesamten Umgebung wirklich nicht sonderlich ausgeprägt war? Das hatte persönliche Gründe des Firmengründers Wilhelm Heinrichs. Aus seiner Jugendzeit als „Nerother Wandervogel“ hatte er viele Freunde hier und mochte die Gegend. Hier gab es dazu die notwendigen Arbeitskräfte. So konnte im Jahr 1962 die Produktion im neuen „Zweigbetrieb Dorweiler“ beginnen.

Im gleichen Jahr tat sich ein neues Produktspektrum auf, auf dessen Grundlage sich das Unternehmen zu dem weiterentwickeln konnte, was es heute ist: „Die Verschlussschrauben“. Sie wurden in der Automobilindustrie eingesetzt – aber keineswegs nur dort.

Dieses Produkt wurde zum Verkaufsschlager und das Unternehmen musste sich vergrößern. In Vollmarstein war das nicht möglich. Die Betriebsfläche ließ eine Erweiterung nur eingeschränkt zu. Eine Ausweitung, wie wir sie heute hier haben, wäre unmöglich gewesen. In Dorweiler stand das Betriebsgelände uneingeschränkt zur Verfügung. So wurde der Betrieb am 1. April 1969 vollständig hierher verlegt.

Das heute erfolgreiche Unternehmen engagiert sich auch fürs Ehrenamt. So schenkten die Firmeninhaber anlässlich des 50. Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr in Dorweiler ein neues Feurwehrauto.

Übergabe des Fahrzeugs anlässlich des Jubiläums

Die überwältigten Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Dorweiler

Das neue Fahrzeug beim Feuerwehrfest in Dommershausen

Das neue Fahrzeug beim Feuerwehrfest in Dommershausen

Ortsteil Dorweiler

Ortsvorsteher:

Eugen Kochhan
Gartenstraße 9
56290 Dorweiler
Tel.: 06762 4019935

Baybach

baybachDer Baybach ist ein etwa 27 km langer rechter Nebenbach der Mosel in Rheinland-Pfalz. Er entspringt in etwa 500 m Höhe im Hunsrück bei Hausbay, fließt durch dieses Dorf, bei Mühlpfad vorbei und quert bei Reifenthal die Hunsrückhöhenstraße. Danach fließt der Bach komplett durch ein einsames Tal. Nur im Unterlauf verläuft eine Straße parallel zum Bach. In Burgen mündet er in die Mosel.

Ober- und Unterlauf fließen durch extensiv genutzte Talwiesen. Am Ufer stehen vor allem Weiden und Erlen, die heute kaum noch wirtschaftlich genutzt werden. Im mittleren Bereich nahe der Burg Waldeck verengt sich das Tal zu einer Klamm, mit Eichen und Hainbuchen bewaldete Hänge grenzen direkt an den Bach. Zur reichhaltigen Pflanzenvielfalt gehören hier Mittlerer Lerchensporn, Hohler Lerchensporn, Hirschzunge, die Stinkende Nieswurz und der Dornige Schildfarn. Graureiher und Stockenten sind die häufigsten Wasservögel im Bachtal. Wer früh auf den Beinen ist, kann Rehe, die am Bach trinken, beobachten. Habichte und Bussarde sind ebenfalls am Himmel kreisend zu sehen. Im Sommer fallen auch die vielen Schmetterlinge und Libellen auf.

Die Wasserkraft der Baybaches wurde genutzt um einige Wassermühlen anzutreiben. Viele Mühlen befinden sich im Tal, einige sind bereits verfallen, manche noch bewohnt bzw. bewirtschaftet, andere werden nur als Wochenendhäuschen genutzt.

In einigen Stollen wurde Bleierz und Schiefer gewonnen. In den Höhlen und alten Stollen suchten die Bewohner während der Bombenangriffe des Zweiten Kriegs Schutz. Auch versteckte sich hier zeitweise der aus der Gestapohaft ausgebrochene Peter Zeutzheim, dem es gelang, sich in den umliegenden Wäldern mit Unterstützung der Bevölkerung bis Kriegsende verborgen zu halten.

Ein nicht für Fahrräder geeigneter Wanderweg führt über die Bachhänge durch das Tal und die Klamm; die Schmausemühle bietet Einkehrmöglichkeit. Die Jugendburg Waldeck und die daneben liegende Jugendbildungsstätte der Arbeitsgemeinschaft Burg Waldeck bei Dorweiler sind z.B. ein Einfallstor zum Baybachtal oder auch der Parkplatz in Schloß Reifenthal bei Thörlingen an der B327 (Hunsrückhöhenstraße). Seit 1920 bis heute ist das Baybachgebiet für den Nerother Wandervogel und andere bündische Gruppen ein beliebtes Fahrtenziel. Der Schriftsteller Werner Helwig schildert in seinem biographischen Buch Auf der Knabenfährte seine hier verbrachten Jugendjahre und schrieb und vertonte auch das Baybach-Lied.